behind the scenes


Wo das Cascades Inn noch vor Tagen ein glanzvolles Ambiente bot, so vermochte man heute kaum mehr erahnen, welch hohes Volk sich hier zu Wein, Weib und Gesang getummelt hatte. Auf der sonst so spiegelglatten Tanzfläche war vor Staub und Holztrümmern nichts vom teuren Boden zu sehen; die Sitzecken wirkten irgendwie zusammengedrückt, als hätte jemand krampfhaft versucht sie näher beieinander stehen zu lassen. Die Bar, ein einziges Fiasko. Hier würde wohl keiner mehr so schnell bedient werden - weder Gläser noch Flaschen hatten den Polterabend überlebt. Und inmitten dieses Durcheinanders sass das Mädchen, eingewickelt in einen langen, dunklen Trenchcoat, der Gesichtsausdruck wie immer zwischen gerade-aufgestanden und kurz-vorm-einschlafen. Der Hocker auf dem sie sass stand so grotesk gerade an der Theke, dass es fast das Bild von Vernichtung störte. Sie war hier gewesen, hatte gewusst, was geplant worden war. Und sie erkannte die Körper, die starr und eingefallen in den Ecken lagen. Ein Seufzen, fast, als hätte sie vor dem Chaos kapituliert.

 

 

"Unruhig, pah. Du könntest mich nicht einmal beunruhigen, selbst wenn du hier als Gottvater aller Usurpatoren vor mir stehen würdest. Du solltest eher fragen, wer hier alles in Trümmern gelegt hat, denn dann würde sich die Frage nach dem Warum erübrigen. Die Maskerade hat ihrem Namen zum Trotz hier alle Ehre gemacht. Deswegen gilt vorab zu klären, auf welcher Seite zu dich schlägst, nicht, dass ich mich hinterher wieder ver antworten muss, mit einem des Schwertes verkehrt zu haben, wo ich doch dem kleinen Pisser von Prinzen Lehnstreue hab schwören müssen!"